Wie schnell sind Sie schuldenfrei? Wie lange ist Ihr Zins sicher? Und wie viel Spielraum haben Sie bei Sondertilgungen? Die wichtigsten Stellschrauben Ihres Baudarlehens im Überblick.
Die meisten Baufinanzierungen sind Annuitätendarlehen: Sie zahlen jeden Monat eine gleichbleibende Rate, die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt. Mit jeder Rate sinkt die Restschuld, dadurch fällt der Zinsanteil, und der Tilgungsanteil wächst.
Die Rate ergibt sich vereinfacht aus Darlehenssumme multipliziert mit Zinssatz plus anfänglicher Tilgung, geteilt durch zwölf. Wie hoch die Tilgung ist und wie lange der Zinssatz gilt, bestimmen Sie beim Abschluss. Das entscheidet über Ihre Monatsrate, Ihre Gesamtkosten und Ihre Planungssicherheit.
Gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung, der Tilgungsanteil steigt mit der Zeit.
Der Prozentsatz der Darlehenssumme, den Sie im ersten Jahr zurückzahlen. Häufig empfohlen sind mindestens 2 bis 3 %.
Der Zeitraum, in dem Ihr Zinssatz garantiert gleich bleibt, üblich sind 5, 10, 15 oder 20 Jahre.
Zusätzliche Rückzahlung neben der Rate, oft bis zu 5 oder 10 % der Darlehenssumme pro Jahr vereinbar.
Die Möglichkeit, die Tilgung während der Laufzeit zu erhöhen oder zu senken.
Entschädigung an die Bank, wenn Sie ein Darlehen außerhalb vertraglicher Möglichkeiten vorzeitig zurückzahlen.
Beispiel: Darlehen über 300.000 € bei 4,0 % Zinsen und 10 Jahren Zinsbindung. Vereinfachte Darstellung mit gleichbleibendem Zins, Beträge gerundet.
| 2 % Tilgung | 3 % Tilgung | |
|---|---|---|
| Monatsrate | 1.500 € | 1.750 € |
| Restschuld nach 10 Jahren | ca. 226.400 € | ca. 189.600 € |
| Schuldenfrei nach | ca. 27,5 Jahren | ca. 21 Jahren |
Eine höhere Tilgung bringt Sie schneller aus den Schulden und verringert die Restschuld, die nach der Zinsbindung neu finanziert werden muss. Dafür steigt die Monatsrate. Wichtig ist eine Rate, die Sie auch bei Einkommensschwankungen sicher tragen können.
Die passende Zinsbindung hängt von Ihrer Planung und Ihrer Risikobereitschaft ab:
Oft etwas niedrigerer Zins, dafür steigt das Risiko, dass die Anschlussfinanzierung bei höheren Zinsen erfolgen muss.
Der häufigste Kompromiss aus Planungssicherheit und Kosten. Nach 10 Jahren haben Sie zudem ein gesetzliches Kündigungsrecht (§ 489 BGB, Frist 6 Monate).
Maximale Planungssicherheit bei meist höherem Zinssatz. Sinnvoll, wenn Sie lange gleiche Raten sichern möchten.
Mit einer Sondertilgungsoption können Sie Bonuszahlungen oder Erbschaften nutzen, um das Darlehen schneller abzubauen. Ein Tilgungssatzwechsel erlaubt es, die Rate später Ihrer Lebenssituation anzupassen. Ein Volltilgerdarlehen ist am Ende der Zinsbindung komplett zurückgezahlt, sodass keine Anschlussfinanzierung nötig ist, dafür ist die Rate höher. Diese Optionen kosten teils einen Zinsaufschlag, daher lohnt es sich, sie vorab zu vergleichen.
Häufig empfohlen werden mindestens 2 bis 3 % pro Jahr. Bei niedrigerer Tilgung dauert die Rückzahlung sehr lange, und die Restschuld nach der Zinsbindung ist hoch.
Die Restschuld muss neu finanziert werden, entweder bei Ihrer bisherigen Bank oder über eine Umschuldung zu einer anderen. Mehr dazu auf unserer Seite zur Anschlussfinanzierung.
In der Regel ja, wenn Sie Geld übrig haben: Jeder Euro Sondertilgung verringert die Restschuld und damit künftige Zinsen. Voraussetzung ist, dass sie im Vertrag vereinbart ist.
Nur, wenn ein Tilgungssatzwechsel vereinbart wurde. Banken erlauben ihn meist ein- oder zweimal während der Zinsbindung, darum sollten Sie ihn schon beim Abschluss verhandeln.
Nein. Die Beratung ist für Sie kostenlos und unverbindlich, die Vergütung erfolgt über die finanzierende Bank.
Wir rechnen verschiedene Varianten gemeinsam mit Ihnen durch, kostenlos und unverbindlich.
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